Wir über uns
Mathematik-Vorlesung
Geschichte
Traditionsgemäß wurde Mathematik an den Universitäten als
eine der freien Künste an der Artistenfakultät gelehrt, so auch
in Tübingen. Im Jahre 1507 wurde hier der Astronom Johannes Stoeffler
zum ersten Professor für "Mathesis" ernannt. Zu dieser Zeit
waren in Tübingen Mathematik und Astronomie eng verbunden. Der Konstrukteur
der ersten Rechenmaschine, Wilhelm Schickard (1592 - 1635) hatte in Tübingen
eine Professur für Hebräisch und Astronomie inne.
1863 wurde in Tübingen die Fakultät für Naturwissenschaften
begründet, die erste in Deutschland. 1869 entstand das Seminar für
Mathematik und Physik, im Jahre 1969 wurde die Mathematische Fakultät gegründet. Seit 2002 sind Mathematik und Physik wieder unter dem Dach einer Fakultät vereint. Tübingen war auch unter den
ersten deutschen Universitäten mit einem Rechenzentrum und einem mathematischem
Lehrstuhl für effiziente Algorithmen.
Die Forschung des heutigen Mathematischen Instituts umfasst
sowohl die reine als auch die angewandte Mathematik. Die neun Arbeitsbereiche
haben jeweils ihre eigenen Forschungsschwerpunkte und arbeiten eng zusammen.
Lehrkörper und Studierende
Derzeit sind 17 Mathematiker auf Dauerstellen am Institut mit
Forschung und Lehre beschäftigt. Dazu kommen ca. 40 Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler, die an der Promotion oder als Postdocs arbeiten. Ungefähr
670 Studierende sind zur Zeit für Mathematik als Hauptfach immatrikuliert.
Studiengänge und Abschlüsse
Zwei Studienabschlüsse sind möglich: Diplom oder Staatsexamen.
Das Diplom führt in der Regel zu einer Anstellung in Wirtschaft und Industrie,
während das Staatsexamen Voraussetzung für angehende Lehrer und
Lehrerinnen an Gymnasien ist.
Für beide Abschlüsse wird noch ein zweites Fach gefordert.
Üblicherweise wird ein Fach gewählt, das mit der Mathematik
in Zusammenhang steht, wie Physik, Informatik oder auch Biologie bzw. Wirtschaftwissenschaften.
Voraussetzung für das Promotionsstudium ist das Diplom oder das
Staatsexamen in Mathematik. Für die erfolgreiche Beendigung des Promotionsstudiums
wird der Titel Dr. rer. nat. verliehen.
Bibliotheken
Der Bestand der Institutsbibliothek umfasst derzeit rund 34.000 Monographien und 20.000 Zeitschriftenbände.
Außerdem bezieht die Bibliothek regelmäßig mehr als 200 Zeitschriften
und bildet somit eine vorzügliche Basis für Forschung und Lehre.
Die Fakultätsbibliothek und die Universitätsbibliothek sind
räumlich nah beieinander und arbeiten auch eng zusammen. Die Universitätsbibliothek
verfügt über eine umfangreiche Lehrbuchsammlung mit den
Standardwerken zur mathematischen Grundausbildung.
Computerausstattung
Es stehen eine große Anzahl an Workstations zur Verfügung.
Einige Arbeitsbereiche verfügen über spezielle Rechner zur Forschung
und zur Ausbildung fortgeschrittener Studierender.
Die Computer sind durch das Universitätsnetz mit lokalen Servern
und dem Internet verbunden. Auf wichtige Datenbanken hat man von fast allen
Rechnern aus Zugriff.
Forschung
Die neun Arbeitsbereiche arbeiten sowohl untereinander als auch mit benachbarten Fächern zusammen, unter anderem mit Physik, Chemie, Biologie, Informatik, Linguistik und Philosophie.
Die zentrale Lage von Tübingen in Europa erleichtert die internationale
wissenschaftliche Zusammenarbeit. Mitglieder des Instituts organisieren
und besuchen Tagungen im nahgelegenen Oberwolfach und am Heinrich-Fabri-Institut
der Universität Tübingen in Blaubeuren.
Außerdem sind Mitglieder des Instituts als Herausgeber von internationalen
wissenschaftlichen Zeitschriften und in wissenschaftlichen Akademien tätig.
Es gibt eine Reihe internationaler Forschungsprojekte und Austauschprogramme
für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Studierende. Das
Institut nimmt an Programmen der Humboldt -Stiftung, der Deutschen
Forschungsgemeinschaft und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes
sowie am ACR Programm und am European Capital and Mobility Programm teil.
[Uni Tübingen
| Mathematisches Institut
| Wir über uns]
|