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Mathematische PopulationsgenetikDozent: HD Dr. M. Möhle Termin: Di 10-12 zeitlicher Umfang: 2+1 Art der Lehrveranstaltung: Spezialvorlesung Adressaten: Studierende der Mathematik ab dem 5. Semester mit Interesse an Stochastik und deren Anwendungen in der Biologie Prüfungsgebiet: Diplom: Angewandte Mathematik; Staatsexamen: Angewandte Mathematik, Stochastik Beschreibung der Lehrveranstaltung:
Mathematisch lassen sich solche Effekte durch stochastische Prozesse, insbesondere durch Markoffsche Prozesse modellieren. Neben zahlentheoretischen Abzählverfahren (Kombinatorik) und neben Verzweigungsprozessen spielt ein gewisser "Stammbaum-Prozess" eine besondere Rolle, der "Coalescent" genannt wird. Dieser Prozess taucht in unterschiedlichsten Modellen (ähnlich wie die Normalverteilung im zentralen Grenzwertsatz) als Grenzprozess auf. Die Vorlesung führt in die Theorie der Evolutionsmodelle ein. Es werden die Coalescent-Konvergenzsätze hergeleitet und einige der biologischen Anwendungen dargestellt, wie z.B. das Schätzen von Mutationsraten mit Hilfe des Coalescent. Die Vorlesung klärt auch auf, was hinter der berühmten "Ewens-sampling-formula" steckt, und was der Unterschied zwischen dem "infinitely-many-alleles" Modell und dem "infinitely-many-sites" Modell ist. Komplexere genetische Prozesse wie Rekombinations- und Selektionsmechanismen werden gegen Ende der Vorlesung behandelt. Voraussetzungen: Literatur: geplante Anschlussveranstaltung: weitere Informationen: [Uni Tübingen | Mathematisches Institut | Studium | KVV | << | >>] | ||